2/2021
UNIZEIT
4/11

Auf Intuition hören

Werke mitten in die Gesellschaft bringen möchte Klemens Fellner – und knüpft dabei eine Verbindung zwischen musikalischem Schaffen und mathematischer Forschung. „Uns geht es darum, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ideen zu entwerfen“, erklärt Fellner, der sich am Institut für Mathematik und wissenschaftlichem Rechnen mit partiellen Differentialgleichungen auseinandersetzt. Zeitgenössische Musik und Grundlagenforschung haben in seinen Augen eines gemeinsam – noch Ungehörtes beziehungsweise Unverstandenes erlebbar und nachvollziehbar zu machen. Tamara Friebel, Künstlerin, Komponistin und PostDoc an der Universität Graz, ergänzt: „In der Kunst, wie auch in der Mathematik, geht es darum, ein Universum von Möglichkeiten auf das Wesentliche zu verdichten.“ Die Ergebnisse dieser Entdeckungsgemeinschaft, in dessen Rahmen neue Mathematik publiziert und neue Musik komponiert wird, wollen Fellner und Friebel im Rahmen des Grazer Kulturjahrs 2020/21 durch das Projekt „Listen to Intuition“ so bald wie möglich in einem öffentlichen Begegnungsraum präsentieren. Damit nicht nur Mathematik und Musik einander inspirieren, sondern auch Wissenschaft und Gesellschaft. 

 von Christina Koppelhuber und Gerhild Leljak

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